Operation von Sehnenscheiden-Einengungen

1. Einengung des Streckensehnenfaches – Tendovaginitis stenosans DE Quervain

2. Einengung der Beugesehnenscheide – Tendovaginitis stenosans (schnellender Finger)

Infolge einer Auftreibung oder Auffaserung der Sehnen entsteht ein schmerzhaftes Reiben im Bereich der Sehnenscheiden bzw. Ringbänder/Strecksehnenfächer, durch die die Sehnen bei der Bewegung gleiten müssen. Dies kann neben Schmerzen auch zu einem Schnappen führen (schnellender Finger, Schnappfinger). Manchmal bleibt sogar ein Finger hängen oder blockiert. Im Bereich der Einengung ist der betroffene Finger meist schmerzhaft und eine Verdickung tastbar.

Im Falle einer Einengung im Strecksehnenbereich kommt es zu chronischen Schmerzen entlang des Handgelenkes im Bereich des Daumenstrahles. Lokal besteht einer deutlicher Druckschmerz sowie Schmerzen bei Bewegungen des Daumens.

Ursache kann eine chronische Überbelastung, eine rheumatische Erkrankung, Zuckerkrankheit oder zurückliegende Sehnenverletzung sein. Häufig tritt sie aber spontan ohne bekannte Ursache auf.

Was geschieht bei dieser Operation?

Nach örtlicher Betäubung wird ein ca. zwei- drei Zentimeter langer Hautschnitt direkt über der Sehneneinengung angelegt und das darunter liegende Sehnenfach (Strecksehnen) bzw. Ringband (Beugesehnen) gespalten. Die Sehnen werden so aus der Engstelle befreit und können wieder frei gleiten.

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kann es zu Reaktionen und Allergien auf das Lokalanästhetikum (örtliche Betäubung) kommen. Eine Überempfindlichkeit darauf muss unbedingt vor Beginn des Eingriffs bekanntgegeben werden. Selten werden bei der Operation Blutgefäße, benachbarte Gewebe (Sehnen, Muskeln) oder der Nerv verletzt. Sollte eine Nachblutung und ein deutlicher Bluterguss auftreten ist es eventuell notwendig, die Wunde nochmalig zu eröffnen. Bei Nervenschädigungen kann es zu Gefühlsstörungen, Nervenschmerzen kommen. Weichteilinfektionen sowie Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten und können meist gut beherrscht werden. Ein diskretes Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Operationsnarbe kann zurückbleiben.

ERFOLGSAUSSICHTEN
Sofern die Sehne nicht über sehr lange Zeit chronisch geschädigt wurde, erholt sie sich in der Regel in den folgenden Tagen bis Wochen wieder. Die Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen bilden sich ebenfalls in Folge wieder zurück.

Vor dem Eingriff:
Blutverdünnende Medikamente z. Bsp. Marcumar, Sintron, Plavix, Thrombo-ASS, etc. sind bitte ca. eine Woche vor Eingriff, sofern möglich, ab- bzw. zu ersetzen.

Nach dem Eingriff:
Bis zur Entfernung der Nähte nur mit Duschpflaster bzw. wasserdichtem Verband duschen oder baden. Nach ca. 12 bis 14 Tagen können die Nähte gezogen werden. Die Finger sollten bereits frühzeitig durchbewegt werden um mögliche Verklebungen zu verhindern. Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer ambulanten Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen bzw. Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen sollten.

Ablauf der Operation: Schnellende Finger (Tendovaginitis Stenosans) oder
Tendovaginitis Stenosans de Quervain (1. Streckensehnenfach)

Nach nochmaliger Besprechung der Operation in der Ordination wird anschließend im Operationsraum der Ordination der Eingriff vorgenommen. Hierzu sind einige Vorbereitung wie das Anlegen einer Art Blutdruckmanschette am Oberarm (Blutsperre) sowie das Anbringen einer Gegenelektrode am Unterschenkel für das Blutstillungsgerät (sogenannter Kauter) erforderlich. Anschließend wird das betroffene Gebiet örtlich betäubt. Nach vollständiger steriler Waschung und Abdeckung wird dieses häufig vorkommende Krankheitsbild nun in Blutsperre und Lokalanästhesie (Infiltration) operiert. Auch in Kombination mehrerer Finger sowie mit anderen Diagnosen (CTS, Ganglion) durchführbar, sofern die Länge der OP ( Blutsperre) 40-45 min nicht überschreitet.

Schmuck und metallische Gegenstände an der Haut sollten zuvor abgelegt werden.
Dauer der Operation: ca. 10-15 min (Schnitt-Naht)
Länge des ambulanten Aufenthaltes ( Vorbereitung, OP, Verband etc.): ca.45-60 min

KOSTEN bzw. ABRECHNUNG

Vollkommene Rückerstattung der Kosten

Bei zusatzversicherten Patienten wird nach Bekanntgabe der Polizzennummer direkt mit der Versicherung abgerechnet und nur der Betrag in Rechnung gestellt, der von der Pflichtversicherung übernommen und zur Gänze wieder rückerstattet wird. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Für alle Versicherten der SVA, BVA und VAEB wird ca. 2/3 des in Rechnung gestellten Honorarbetrags nach Einreichung bei der Versicherung wieder rückerstattet. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Teilrückerstattung der Kosten

Bei anders versicherten Patienten (GKK, SVB…) wird ebenfalls die Honorarnote in Rechnung gestellt. Diese muss zuvor bezahlt werden. Anschließend kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung ein Teil der Kosten rückgefordert werden.