Operation eines Haut- bzw. Unterhauttumors

Bei Ihnen liegt folgende Hautveränderung bzw. Tumor vor ?

    • Atherom ( Talgzyste)
    • Lipom (gutartiger Fettgewebsknoten)
    • Fibrom ( gutartiger Bindegewebsknoten)
    • Abszess
    • Bursen (Schleimbeutelentzündungen)
    • Nävus ( Muttermal)

Sehr häufig kommen unterschiedlichste Tumoren am ganzen Körper vor. Sollten diese eine Größe erreichen, die funktionell oder kosmetisch störend ist, oder es durch Infektionen zu einer Eiterung (Atherom, Abszess) und damit zu Schmerzen kommen, so ist häufig eine Operation erforderlich. Bei Haut- oder Bindegewebstumoren ist es auch immer wieder mal notwendig zum Ausschluss einer Malignität (Bösartigkeit des Tumors) eine Entfernung des Knotens vorzunehmen und zur Gewebsbestimmung einzusenden.

Was geschieht bei dieser Operation?

Nach örtlicher Betäubung wird ein Hautschnitt direkt über dem tastbaren Knoten bzw. spindelförmig um das zu entfernende Gewebe angelegt. Nach Freipräparieren des Knotens erfolgt das Absetzen von der Umgebung. Die Blutstillung erfolgt entweder mit Stromverödung (Kauter) oder mit einzelnen Nähten. Abschließend wird die Haut mit Nähten verschlossen. Das Präparat wird zur Gewebeuntersuchung (Histologie) eingeschickt. Das Ergebnis liegt meist nach ca. 7- 10 Tagen vor.

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kann es zu Reaktionen und Allergien auf das Lokalanästhetikum (örtliche Betäubung) kommen. Eine Überempfindlichkeit darauf muss unbedingt vor Beginn des Eingriffs bekanntgegeben werden. Selten werden bei der Operation Blutgefäße, benachbarte Gewebe (Sehnen, Muskeln) oder der Nerv verletzt. Sollte eine Nachblutung und ein deutlicher Bluterguss auftreten ist es eventuell notwendig, die Wunde nochmalig zu eröffnen. Bei Nervenschädigungen kann es zu Gefühlsstörungen, Nervenschmerzen oder Lähmungen kommen. Weichteilinfektionen sowie Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten und können meist gut beherrscht werden. Ein diskretes Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Operationsnarbe kann zurückbleiben.

ERFOLGSAUSSICHTEN
Sofern das Gewebe ohne Rest vollständig entfernt wurde, sollte der Knoten nicht wieder zurückkehren. Es gibt jedoch auch Gewebetypen, die ein sehr hohes Risiko eines Wiederauftretens haben.

Vor dem Eingriff:
Blutverdünnende Medikamente z. Bsp. Marcoumar, Sintrom, Plavix, Thrombo-ASS, etc. sind bitte ca. eine Woche vor Eingriff, sofern möglich, ab- bzw. zu ersetzen.

Nach dem Eingriff:
Bis zur Entfernung der Nähte nur mit Duschpflaster bzw. wasserdichtem Verband duschen oder baden. Nach ca. 12 bis 14 Tagen können die Nähte gezogen werden. Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer ambulanten Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen bzw. Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen sollten.

Ablauf der Operation: Subkutane Tumoren wie Lipome, Atherome, Fibrome, Bursen, diverse Hauttumoren bzw. Veränderungen

Nach nochmaliger Besprechung der Operation in der Ordination wird anschließend im Operationsraum der Ordination der Eingriff vorgenommen. Hierzu sind einige Vorbereitung wie das Anlegen einer Art Blutdruckmanschette am Oberarm (Blutsperre) sowie das Anbringen einer Gegenelektrode am Unterschenkel für das Blutstillungsgerät (sogenannter Kauter) erforderlich. Anschließend wird das betroffene Gebiet örtlich betäubt. Nach vollständiger steriler Waschung und Abdeckung werden an beinahe allen Körperregionen Tumoren/Schleimbeutel in einer Größe von bis zu 4 cm, sowie bei Hauttumoren bis ca. 2-3 cm entfernt. In Abhängigkeit der Körperregion nach vorheriger bildgebender Abklärung.

Dauer der OP: je nach Befund bis 30 min.
Länge des ambulanten Aufenthaltes ( Vorbereitung, OP, Verband etc.): bis ca.60-75min
Schmuck und metallische Gegenstände an der Haut sollten zuvor abgelegt werden.

KOSTEN bzw. ABRECHNUNG

Vollkommene Rückerstattung der Kosten

Bei zusatzversicherten Patienten wird nach Bekanntgabe der Polizzennummer direkt mit der Versicherung abgerechnet und nur der Betrag in Rechnung gestellt, der von der Pflichtversicherung übernommen und zur Gänze wieder rückerstattet wird. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Für alle Versicherten der SVA, BVA und VAEB wird je nach Größe der Veränderung ein Teil des in Rechnung gestellten Honorarbetrags nach Einreichung bei der Versicherung wieder rückerstattet. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Teilrückerstattung der Kosten

Bei anders versicherten Patienten (GKK, SVB…) wird ebenfalls die Honorarnote in Rechnung gestellt. Diese muss zuvor bezahlt werden. Anschließend kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung ein Teil der Kosten rückgefordert werden.