Operation einer Hammerzehe / Krallenzehe

Meist entstehen die Verformungen des Zehens durch eine dauerhafte Fehlhaltung (zu enge Schuhe, Stöckelschuhe etc.). Sie behindern einerseits die Abrollbewegung des Fußes beim Gehen und führen andererseits zu Schmerzen aufgrund der veränderten Belastung des Vorfußes. Da konservative Maßnahmen wie Tragen von Einlagen, Fußgymnastik etc. häufig im fortgeschrittenen Stadium keinen Erfolg versprechen, wird häufig zur Operation geraten. Meistens ist jedoch eine Hallux valgus-Fehlstellung der Großzehe für die Hammerzehenstellung verantwortlich, sodass es für eine dauerhafte Lösung des Problems zumeist notwendig ist, die Fehlstellungen gemeinsam zu korrigieren.

Sollte es sich aber um eine ausschließliche Fehlstellung und Beschwerden im Bereich der Hammerzehe handeln, kann diese jedoch auch ambulant durchgeführt werden.

Was geschieht bei dieser Operation?

Nach örtlicher Betäubung wird ein ca. zwei Zentimeter langer Hautschnitt, meist mit Ausschneiden der Hornhautschwiele, direkt über dem veränderten Gelenk angelegt. Nach Spalten der Sehnen erfolgt anschließend das Kürzen des Knochens im Mittelglied. Die Sehne wird anschließend gerafft und die Haut wieder vernäht.

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kann es zu Reaktionen und Allergien auf das Lokalanästhetikum (örtliche Betäubung) kommen. Eine Überempfindlichkeit darauf muss unbedingt vor Beginn des Eingriffs bekanntgegeben werden. Selten werden bei der Operation Blutgefäße, benachbarte Gewebe (Sehnen, Muskeln) oder der Nerv verletzt. Sollte eine Nachblutung und ein deutlicher Bluterguss auftreten ist es eventuell notwendig, die Wunde nochmalig zu eröffnen. Bei Nervenschädigungen kann es zu Gefühlsstörungen und Nervenschmerzen kommen. Weichteilinfektionen sowie Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten und können meist gut beherrscht werden. Ein diskretes Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Operationsnarbe kann zurückbleiben. Immer kommt es zu einer leichten Verkürzung der Zehe aufgrund der Operationstechnik.

ERFOLGSAUSSICHTEN
Meist lassen sich die Fehlstellung gut korrigieren bzw. deutlich bessern. Bei sehr grober Fehlstellung können die Symptome jedoch auch trotz Operation bestehen bleiben bzw. lassen sich nur in Kombination mit anderen Korrekturen beheben.

Vor dem Eingriff:
Blutverdünnende Medikamente z. Bsp. Marcoumar, Sintrom, Plavix, Thrombo-ASS, etc. sind bitte ca. eine Woche vor Eingriff, sofern möglich, ab- bzw. zu ersetzen.

Nach dem Eingriff:
Bis zur Entfernung der Nähte nur mit Duschpflaster bzw. wasserdichtem Verband duschen oder baden. Nach ca. 12 bis 14 Tagen können die Nähte gezogen werden. Eine Vollbelastung ist in der Regel sofort möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer ambulanten Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen bzw. Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen sollten.

Ablauf der Operation: Hammerzehe

Nach nochmaliger Besprechung der Operation in der Ordination wird anschließend im Operationsraum der Ordination der Eingriff vorgenommen. Hierzu sind einige Vorbereitung wie das Anlegen einer Art Blutdruckmanschette am Unterschenkel (Blutsperre) sowie das Anbringen einer Gegenelektrode am Unterschenkel für das Blutstillungsgerät (sogenannter Kauter) erforderlich. Anschließend wird das betroffene Gebiet örtlich betäubt. Nach vollständiger steriler Waschung und Abdeckung sowie in Lokalanästhesie (Infiltration) kann auch in Kombination an mehreren Zehen sofern die OP Dauer nicht 45 min übersteigt, ambulant operiert werden. Eine Metallstabilisierung (Spickdraht ist nicht erforderlich).

Nicht vergessen: angenehmes Schuhwerk mitnehmen!
Schmuck und metallische Gegenstände an der Haut sollten zuvor abgelegt werden.
Dauer der Operation: ca. 10-15 min (Schnitt-Naht)
Länge des ambulanten Aufenthaltes ( Vorbereitung, OP, Verband etc.): ca.45-60 min

KOSTEN bzw. ABRECHNUNG

Vollkommene Rückerstattung der Kosten

Bei zusatzversicherten Patienten wird nach Bekanntgabe der Polizzennummer direkt mit der Versicherung abgerechnet und nur der Betrag in Rechnung gestellt, der von der Pflichtversicherung übernommen und zur Gänze wieder rückerstattet wird. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Für alle Versicherten der SVA, BVA und VAEB wird ca. 2/3 des in Rechnung gestellten Honorarbetrags nach Einreichung bei der Versicherung wieder rückerstattet. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden

Teilrückerstattung der Kosten

Bei anders versicherten Patienten (GKK, SVB…) wird ebenfalls die Honorarnote in Rechnung gestellt. Diese muss zuvor bezahlt werden. Anschließend kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung ein Teil der Kosten rückgefordert werden.