Operation eines Ganglions (Überbein, Gelenkzyste)

– Gelenksganglion
– Sehnenscheidenganglion

Ein Ganglion ist eine meist von einem Gelenk oder auch von einer Sehnenscheide ausgehende derbe Zyste, welche mit gelartiger Masse gefüllt ist. Oft kommt es durch die Größenzunahme zu Beschwerden aufgrund des Druckes auf umliegendes Gewebe.

Als Ursachen kommen oft Überbelastungen, Gelenksabnützungen, hormonelle Veränderungen vor. Meist ist aber keine eindeutige Ursache auszumachen.

Was geschieht bei dieser Operation?

Nach örtlicher Betäubung wird direkt über dem Ganglion ein Hautschnitt angelegt und das Ganglion von der Umgebung freipräpariert. An der Einmündung in das Gelenk oder der Sehnenscheide wird dieses dann abgetragen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kann es zu Reaktionen und Allergien auf das Lokalanästhetikum (örtliche Betäubung) kommen. Eine Überempfindlichkeit darauf muss unbedingt vor Beginn des Eingriffs bekanntgegeben werden. Selten werden bei der Operation Blutgefäße, benachbarte Gewebe (Sehnen, Muskeln) oder der Nerv verletzt. Sollte eine Nachblutung und ein deutlicher Bluterguss auftreten ist es eventuell notwendig, die Wunde nochmalig zu eröffnen. Bei Nervenschädigungen kann es zu Gefühlsstörungen, Nervenschmerzen oder Lähmungen kommen. Weichteilinfektionen sowie Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten und können meist gut beherrscht werden. Sehr selten sind Infektion der Sehen oder des Gelenkes. Ein diskretes Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Operationsnarbe kann zurückbleiben.

ERFOLGSAUSSICHTEN
Da die Ursache oft nicht eruiert werden kann, oder die Belastung oft nicht geändert werden kann ist ein Wiederauftreten (Rezidiv) der Erkrankung möglich.

Vor dem Eingriff:
Blutverdünnende Medikamente z. Bsp. Marcoumar, Sintrom, Plavix, Thrombo-ASS, etc. sind bitte ca. eine Woche vor Eingriff, sofern möglich, ab- bzw. zu ersetzen.

Nach dem Eingriff:
Bis zur Entfernung der Nähte nur mit Duschpflaster bzw. wasserdichtem Verband duschen oder baden. Nach ca. 12 bis 14 Tagen können die Nähte gezogen werden. Die Finger sollten bereits frühzeitig durchbewegt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer ambulanten Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen bzw. Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen sollten.

Ablauf der Operation: Ganglion

Nach nochmaliger Besprechung der Operation in der Ordination wird anschließend im Operationsraum der Ordination der Eingriff vorgenommen. Hierzu sind einige Vorbereitung wie das Anlegen einer Art Blutdruckmanschette am Oberarm (Blutsperre) sowie das Anbringen einer Gegenelektrode am Unterschenkel für das Blutstillungsgerät (sogenannter Kauter) erforderlich. Anschließend wird das betroffene Gebiet örtlich betäubt. Nach vollständiger steriler Waschung und Abdeckung können nun in Blutsperre und Lokalanästhesie (Infiltration) Ganglien bis zu einer Größe von etwa 3-4 cm ambulant operiert werden.

Bei kritischer Lage (Nahebeziehung zu Nerven oder Gefäßen) werden diese gelegentlich nur stationär operiert.
Dauer der OP: je nach Befund bis zu 30 min.
Länge des ambulanten Aufenthaltes ( Vorbereitung, OP, Verband etc.): ca. 60-75 min
Schmuck und metallische Gegenstände an der Haut sollten zuvor abgelegt werden.

KOSTEN bzw. ABRECHNUNG

Vollkommene Rückerstattung der Kosten

Bei zusatzversicherten Patienten wird nach Bekanntgabe der Polizzennummer direkt mit der Versicherung abgerechnet und nur der Betrag in Rechnung gestellt, der von der Pflichtversicherung übernommen und zur Gänze wieder rückerstattet wird. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Für alle Versicherten der SVA, BVA und VAEB wird ca. die Hälfte des in Rechnung gestellten Honorarbetrags nach Einreichung bei der Versicherung wieder rückerstattet. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Teilrückerstattung der Kosten

Bei anders versicherten Patienten (GKK, SVB…) wird ebenfalls die Honorarnote in Rechnung gestellt. Diese muss zuvor bezahlt werden. Anschließend kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung ein Teil der Kosten rückgefordert werden.