Operation eines Unguis incarnatus
(Eingewachsener Zehennagel)

Der Zehennagel ist am Rand vom Nagelwall umgeben. Oft kommt es durch eine zu starke Krümmung des Nagels zum Einwachsen des Zehennagels in den Nagelwall wodurch es einerseits zu starken Schmerzen und andererseits zu Infektionen und Eiterungen kommen kann.

Was geschieht bei dieser Operation?

Nach örtlicher Betäubung wird eine sogenannte Emmert-Keilexcision durchgeführt. Dabei wird der Teil des Zehennagels, welcher eine zu starke Krümmung aufweist und in den Nagelwall eingewachsen ist, mitsamt eines Teiles des betroffenen Nagelwalles in Form eines Keiles ausgeschnitten. Es ist nötig hier einen Teil der sogenannten Nagelmatrix (Wachstumszone des Nagels) mitauszukratzen, damit der Zehennagel nicht wieder falsch in das Nagelbett einwächst.

Welche Komplikationen können auftreten?

Selten kann es zu Reaktionen und Allergien auf das Lokalanästhetikum (örtliche Betäubung) kommen. Eine Überempfindlichkeit darauf muss unbedingt vor Beginn des Eingriffs bekanntgegeben werden. Selten werden bei der Operation Blutgefäße oder Nerven verletzt. Sollte eine Nachblutung und ein deutlicher Bluterguss auftreten ist es eventuell notwendig, die Wunde nochmalig zu eröffnen. Bei Nervenschädigungen kann es zu Gefühlsstörungen und Nervenschmerzen kommen. Weichteilinfektionen sowie Wundheilungsstörungen sind ebenfalls selten und können meist gut beherrscht werden. Ein diskretes Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Operationsnarbe kann zurückbleiben.

ERFOLGSAUSSICHTEN
Wenn der Keil vollständig mit der Nagelmatrix ausgeschnitten wird ist ein Wiederauftreten selten. Wichtig ist aber die weitere Nagelpflege. Der Zehennagel sollte unbedingt geradlinig und nicht kurvig geschnitten werden.

Vor dem Eingriff:
Blutverdünnende Medikamente z. Bsp. Marcoumar, Sintrom, Plavix, Thrombo-ASS, etc. sind bitte ca. eine Woche vor Eingriff, sofern möglich, ab- bzw. zu ersetzen.

Nach dem Eingriff:
Bis zur Entfernung der Nähte nur mit wasserdichtem Verband duschen oder baden. Nach ca. 10 Tagen können die Nähte gezogen werden. Eine Vollbelastung des Beines ist möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie nach einer ambulanten Operation nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen bzw. Sie sich von einer Begleitperson abholen lassen sollten.

Ablauf der Operation: Emmert´sche Keilexcision bei Unguis incarnatus

Nach nochmaliger Besprechung der Operation in der Ordination wird anschließend im Operationsraum der Ordination der Eingriff vorgenommen. Anschließend wird das betroffene Gebiet örtlich betäubt. Nach vollständiger steriler Waschung und Abdeckung wird dieses häufig vorkommende Krankheitsbild nun in lokaler Blutsperre und Lokalanästhesie (Infiltration) operiert. Bei Inflammation ist unter Umständen eine vorbereitende oder zusätzliche Antibiose erforderlich.

Nicht vergessen: angenehmes Schuhwerk mitnehmen!
Schmuck und metallische Gegenstände an der Haut sollten zuvor abgelegt werden.
Dauer der Operation: ca. 15 min (Schnitt-Naht)
Länge des ambulanten Aufenthaltes ( Vorbereitung, OP, Verband etc.): ca.45-60 min
Häufig sind hier Nachblutungen, die nochmals verbunden werden müssen.

KOSTEN bzw. ABRECHNUNG

Vollkommene Rückerstattung der Kosten

Bei zusatzversicherten Patienten wird nach Bekanntgabe der Polizzennummer direkt mit der Versicherung abgerechnet und nur der Betrag in Rechnung gestellt, der von der Pflichtversicherung übernommen und zur Gänze wieder rückerstattet wird. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Für alle Versicherten der SVA, BVA und VAEB wird ca. 1/3 des in Rechnung gestellten Honorarbetrags nach Einreichung bei der Versicherung wieder rückerstattet. Dieser muss zuvor bezahlt werden und kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung rückgefordert werden.

Teilrückerstattung der Kosten

Bei anders versicherten Patienten (GKK, SVB…) wird ebenfalls die Honorarnote in Rechnung gestellt. Diese muss zuvor bezahlt werden. Anschließend kann durch ein Rückerstattungsformular (wird automatisch in der Ordination mit der Honorarnote mitgegeben) gemeinsam mit der Zahlungsbestätigung bei der jeweiligen Pflichtversicherung ein Teil der Kosten rückgefordert werden.